Pentasaccharide

Fondaparinux® Arixtra® 2,5 mg/0,5 ml Fertigspritze, Arixtra® 7,5 mg oder Arixtra® 1,5 mg, (Therapiedosen: 5 mg bei KG < 50 kg, 7,5 mg bei KG 50–100 kg, 10 mg bei KG > 100 kg).
Fachinformationen unter http://www.fachinfo.de

 

Wirkmechanismus

  • Synthetischer selektiver Inhibitor (Pentasaccharid) des aktivierten Faktor X (Anti-Xa-Wirkung), Antithrombin-vermittelt.
  • Pharmakologie: Max. Plasmaspiegel nach 2 h, 97 % an Plasma gebunden, spezifisch an Antithrombin, keine Metabolisierung, Elimination renal, HWZ 13–21 h.
     

Indikationen

Primäre Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse bei Pat. mit größeren orthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten (Hüftfrakturen, Endoprothese von Hüft- oder Kniegelenk).
 

Dosierung

  • S.c. 1 ×/d 2,5 mg 6 h nach OP-Ende bis zur vollständigen Mobilisation des Pat., mind. 5–9 d, nach Hüftfraktur über weitere 24 d.
  • Bei Fortführung der Antikoagulation mit LMWH o.Ä. sollte die erste Gabe 24 h nach der letzten Fondaparinux-Gabe erfolgen.
  • Vorsicht bei Niereninsuff. (s.u.).
  • Bei Leberinsuff. keine Dosisanpassung.
     

Nebenwirkungen

  • Erhöhung des Blutungsrisikos bei gleichzeitiger Gabe von anderen gerinnungshemmenden Medikamenten.
  • < 10 % Anämie, Blutungen an der Operationsstelle und im GIT, Hämaturie, Hämoptoe, Thrombopenie mit Purpura, veränderte Leberwerte, Ödeme.
  • < 1 % Thrombozytose, Schwindel, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Diarrhö, Obstipation, Hautreaktionen.
  • Selten (< 1 %) allergische Reaktionen.
     

Kontraindikationen

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Fondaparinux, aktive klinisch relevante Blutung, akute bakterielle Endokarditis, schwere Niereninsuff. (Krea-Clearance zwischen 20–50 ml/min Arixtra 1,5mg).
  • Rel. KI: Blutungsneigung, GI-Blutung, intrakranielle Blutung.
     

Cave

  • Keine Beeinflussung von ACT, Quick-Wert, Thrombinzeit oder aPTT oder der nach ASS verlängerten Blutungszeit, keine Wirkung auf die Digoxin-Pharmakokinetik, keine Kreuzreaktion mit HIT-pos. Seren.
  • Messung der Konzentration in mg über die Anti-Xa-Aktivität mit eigenem Standard, kann nicht mit dem herkömmlichen Standard der LMWH durchgeführt werden.
  • Schwangerschaft: keine ausreichenden Erfahrungen; nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Stillzeit: wird während der Stillzeit nicht empfohlen; eine Resorption nach oraler Aufnahme durch den Säugling ist jedoch unwahrscheinlich.
     

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© 2018 Prof. Dr. J. Braun